Qualitätscheck für Coaches
Die Zeiten in denen Coaching noch als Makel galt, haben sich mittlerweile verabschiedet. Wer heutzutage den Einsatz von Einzelcoaching im beruflichen Umfeld wahrnimmt, genießt diese im Unternehmen vielleicht als Statussymbol.Insbesondere profitiert jeder Coachee von der professionell begleiteten Selbstreflexion im Job. Sollte man glauben? Ein Fakt der leider nicht immer zutrifft!
Wie in der aktuellen Ausgabe des Manager Magazins aufgegriffen und erneut diskutiert, tummeln sich nicht nur professionelle Coaches auf dem eng umkämpften Markt. Coach, als ungeschützte Berufsbezeichnung, kann sich jeder nennen. Hinter jedem Coach steht also unterscheidlicher Kompetenz und eine individuelle Persönlichkeit. Das Gleiche trifft für die unzähligen Coaching Ausbildungen mit einer reichhaltigen Angebotspalette zu. Bestrebungen Qualitätsstandards zu definieren sind bisher relativ erfolgslos.
Dennoch gibt es Gütekriterien, die einen seriösen Coach auszeichnet. Wer also auf der Suche nach einem Coach ist, oder für sein Unternehmen ein Coachpool anlegen bzw. erweitern will vielleicht sogar private Themen professionell begleiten lassen möchte, sollte auf die folgenden Mindestanforderungen achten:
1. Vorgespräch kostenfrei, erstes Erörtern des Themas, Generelles zum Coachingprozess- und Ablauf, Gegenseitiges “Kennenlernen”, Besprechung der Rahmenbedingungen wie Dauer+ Kosten.
2. Klärung der Ausbildungs- und Berufserfahrung des Coaches, Coachingkompetenz d.h. Vorgehen und Methodik, ggfs. Schwerpunkte, sowie Referenzen erfragen. Nach diesem ersten Bild und Eindruck:
3. Entscheidung: “Stimmt die Chemie und fühle ich mich auf gleicher Augenhöhe”?; Ist eine menschlich Zusammenarbeit bei professioneller Distanz gut vorstellbar?
4. Fällt die Entscheidung positiv aus, sind zu Beginn des Coachingprozesses zum einen die Rahmenbedingungen, d.h. wieviele Sitzungen, Honorar, etc. festzulegen. Zum Anderen ist in der Anfangsphase der gemeinsamen Zusammenarbeit das Coachingziel zu definieren. 5. Im Coachingprozess sollte sich die angekündigte Kompetenz zum Vorgehen, Methodik etc. auch wiederfinden.!
Coaching ist eine “Beziehungssache”. Gerade aufgrund der wenigen bzw. fehlenden Qualitätsstandards sollte sich jeder der sich durch Coaching weiterbilden möchte im Vorfeld besonders über die o.g. Punkte selbst und im Autausch mit Dritten, Klarheit verschaffen. Mehr dazu: Managermagazin 03/07 “Coaching: Die Rückkehr der Scharlatane”
